Gustav Mahler 50

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GUSTAV-PAGE 50

Kooperation

Unter Gustav Mahlers Leitung gelangte das Hamburger Stadt-Theater an die Spitze aller deutschen Opernhäuser, und in der Hansestadt vollendete er die im Finale mit der Kirche St. Michaelis so eng verbundene Auferstehungs-Symphonie. Grund genug, Hamburg als Mahler-Stadt einzuprägen.

 

Zielsetzung der Gustav Mahler Vereinigung

In Gustav Mahlers Leben waren die in Hamburg verbrachten Jahre von 1891 bis 1897 die bedeutsamsten, bevor er als Hofoperndirektor nach Wien ging. Damals schuf er außer „Wunderhorn"-Liedern die Zweite und Dritte Symphonie. 1893 dirigierte er in dieser Stadt mit großem Erfolg seine revidierte Erste Symphonie. In der Partitur der Zweiten, später „Auferstehungssymphonie" genannten Symphonie notierte er „Beendigt am Dienstag, den 18. Dezember 1894 zu Hamburg."

Als Chefdirigent („Erster Kapellmeister") brachte Mahler die Hamburger Oper im Stadt-Theater - nicht zuletzt auch durch ihr spektakuläres London-Gastspiel mit Wagners „Ring" - auf ein weltweit bewundertes Niveau. Eine seiner Pioniertaten war die erste Aufführung von Anton Bruckners „Tedeum” im deutschen Kaiserreich. Nachdem Mahler im „Dritten Reich" als Jude mit seiner Musik verfemt gewesen war, hätte die Hansestadt an der Elbe das beispiellos hochfliegende Wirken des großen Komponisten, Dirigenten und bedeutendsten Wahl-Hamburgers wenigstens durch eine Straße seines Namens würdigen sollen. Doch während seine Symphonien bald wieder öfter in der Laeiszhalle (Musikhalle) erklangen und begeisterten, geschah jahrzehntelang nichts in diesem Sinne, und dabei blieb es auch nach Georg Borchardts eindringlichem Appell in der WELT „Wann endlich ehrt Hamburg Gustav Mahler?"

Deshalb wurde auf seine Initiative 1988 die Gustav Mahler Vereinigung mit dem Ziel gegründet, ehrenvolle Signale zu setzen. Die Vereinigung nahm sich vor, publik zu machen, was Mahler für Hamburg bedeutet, sein Leben und Werk einer breiteren Öffentlichkeit nahe zu bringen und Hamburg als Mahler-Stadt einzuprägen. Der renommierte Mahler-Forscher Constantin Floros wurde ihr Präsident, und Borchardt gewann Leonard Bernstein als Ehrenpräsidenten. 1989 war die Vereinigung am Hamburger Mahler-Fest beteiligt. Nahe der Hamburgischen Staatsoper entstand der von uns angeregte Gustav-Mahler-Platz. Seine Eröffnung zu Ostern 1991 - in Verbindung mit einer Liedermatinée von Christa Ludwig und der Präsentation der Ausstellung „Gustav Mahlers Hamburger Jahre 1891-1897“ in der Staatsoper - war ein erster Höhepunkt unserer Aktivitäten. An dem Hause Bundesstraße Nr. 10, dem einzigen erhaltenen Hamburger Wohnsitz Mahlers, ließen wir eine Gedenktafel anbringen. Von dem Prager Bildhauer Milan Knobloch erwarben wir zwei Mahler-Büsten, die in Bronze für das Parkettfoyer der Staatsoper und die andere für das Brahms-Foyer der Laeiszhalle. Knoblochs große Bronzetafel mit Mahlers Porträt - an der Fassade des Opernhauses, gestiftet von unserer Vereinigung - ist das erste repräsentative Mahler-Denkmal im Stadtbild Hamburgs. Unsere Gedenktafel in der Michaeliskirche erinnert daran, daß Mahler sich dort während der Trauerfeier für Hans von Bülow „blitzartig" zur textlichen Finalgestaltung seiner Auferstehungssymphonie inspiriert fühlte.

Zwei Bücher erschienen in unserer Schriftenreihe: „Gustav Mahler - meine Zeit wird kommen" sowie „Gustav Mahler und die Oper". Wir unterstützten die Drucklegung von fünf Hamburger Dissertationen über Mahler. In unserem Domizil am Überseering entstand ein Gustav Mahler Dokumentations-Zentrum mit einer Bibliothek und einem Tonträger- und Video-Archiv.

Die Gustav Mahler Vereinigung ist seit langem eine der größten Kulturvereinigungen Norddeutschlands. Zu ihren über 200 Mitgliedern in ganz Deutschland, Osterreich, der Schweiz und den USA gehören namhafte Musiker; sie ist als gemeinnützig anerkannt. Vortrags- und Musikveranstaltungen sind ein Schwerpunkt ihrer Aktivitäten. Sie kooperiert mit der Internationalen Gustav Mahler Gesellschaft in Wien, der Gustav Mahler Stichting in Amsterdam, dem Mahlerianer Gilbert Kaplan (USA), dem Musikwissenschaftlichen Institut der Universität Hamburg, der Hochschule für Musik und Theater in Hamburg, dem Hamburger Konservatorium, der Katholischen Akademie in Hamburg, der Hamburgischen Staatsoper, der Hamburger Philharmonie, dem NDR-Sinfonieorchester, den Hamburger Symphonikern, der Elbphilharmonie sowie mit dem Schleswig-Holstein Musik Festival, den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern und den Gustav Mahler Musikwochen in Toblach.

Wir streben an:

Eine jährliche Aufführung der Auferstehungssymphonie in der Kirche St. Michaelis.

Einen internationalen Gustav Mahler Gesangswettbewerb in Hamburg.

Einen Gustav-Mahler-Preis für junge Sänger, Dirigenten, Komponisten und Forscher.

Und als wichtigstes Vorhaben für die Mahler-Stadt Hamburg: im Hause Bundesstraße 10

EIN GUSTAV MAHLER MUSEUM !

Unsere größeren Beiträge zu den Mahler-Gedenkjahren 2010 und 2011 sind: die Kreation einer Gustav Mahler Rose (europaweit im Handel); eine Gustav Mahler Plakette (in Silber und Bronze erhältlich) sowie die Aufführung des Films „The Resurrection of Gustav Mahler" von Jason Starr (USA) im November 2010 in Hamburg als Weltpremiere.

Hamburg, im Mai 2010

 

Urlicht2 

Inhalt: Gustav Mahler in Hamburg, Gustav Mahler im Michel, 2. Symphonie von Gustav Mahler, Vorträge über Gustav Mahler und sein Werk in Hamburg, Bücher über Gustav Mahler, Dissertationen über Gustav Mahler, Links zu Gustav Mahler, Gesprächskreis über Gustav Mahler in Hamburg, Gedenktafeln für Gustav Mahler in Hamburg

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Stand: Mai  2010