Projekte

Hamburg – eine Mahlerstadt

Seit 1988, also seit nunmehr fast 30 Jahren, hat die Gustav Mahler Vereinigung Hamburg durch zahlreiche Projekte, Veranstaltungen, Vorträge, Liederabende und vieles mehr dazu beigetragen, Hamburg zu einer Mahler-Stadt zu machen.
In Gustav Mahlers Leben waren die in Hamburg verbrachten Jahre von 1891 bis 1897 die bedeutsamsten, bevor er als Hofoperndirektor nach Wien ging, um den wichtigsten Posten in der Musikwelt seiner Zeit anzunehmen.
In Hamburg komponierte er außer den Wunderhorn-Liedern die Zweite und Dritte Symphonie, und er dirigierte hier 1893 erfolgreich seine revidierte Erste Symphonie Titan. In der Partitur der später Auferstehungssymphonie genannten Zweiten notierte er: „Beendigt am Dienstag, den 18. Dezember 1894 zu Hamburg“. Als Erster Kapellmeister (heute entspricht das dem Chefdirigenten) brachte Mahler die Hamburger Oper im Stadt-Theater – nicht zuletzt durch ihr spektakuläres London-Gastspiel mit Wagners Der Ring des Nibelungen – auf ein weltweit bewundertes Niveau.
Nachdem Mahler im Dritten Reich als Jude verfemt gewesen war, erklangen und begeisterten die Werke Mahlers das Publikum zunehmend im zweiten Teil des 20. Jahrhunderts. Heute zählt Gustav Mahler zu den am meisten aufgeführten Komponisten.

Gustav Mahler Museum

Ein wichtiges Projekt wird mit hoher Wahrscheinlichkeit im Jahr 2017 Wirklichkeit werden. Dann wird das Gustav Mahler Museum im Rahmen des KomponistenQuartiers fertig gestellt sein. Wo sich bereits seit 1971 das Brahms-Museum befindet und seit März 2015 moderne Museen für Georg Philip Telemann, Carl Philip Emanuel Bach und Johann Adolf Hasse entstanden sind, eröffnet 2017 das von der Gustav Mahler Vereinigung Hamburg konzipierte und mit Exponaten ausgestattete Gustav Mahler Museum (und das Fanny und Felix Mendelssohn-Museum).
Pate des Gustav Mahler Museums ist Kammersänger Thomas Hampson, der international zu den zentralen Interpreten der Liedkunst zählt und eine besondere Affinität zu Mahlers Liedschaffen hat.

Gustav-Mahler-Lied-Wettbewerb

Die Gustav Mahler Vereinigung Hamburg beteiligt sich am alle zwei Jahre stattfindenden Gustav-Mahler-Lied-Wettbewerb der Rochna-Stiftung in der Hochschule für Musik und Theater Hamburg. Sie stiftet den Sonderpreis der Gustav Mahler Vereinigung für Liedgestaltung, der mit einem Engagement zu einem Konzertauftritt im Folgejahr verbunden ist.

Schriftenreihe

Die Gustav Mahler Vereinigung Hamburg gibt eine Schriftenreihe unter dem Namen Mahler-Studien heraus, u.a. Gustav Mahler – meine Zeit wird kommen, Gustav Mahler und die Oper sowie Gustav Mahler und die Spiritualität. Die Gustav Mahler Vereinigung Hamburg unterstützte die Drucklegung von fünf Hamburger Dissertationen über Mahler.
In der Bibliothek der Mahler-Vereinigung sind Bücher und CDs auf Anfrage ausleihbar. Kontakt: Manfred Schaefer - bibliothek@gmvhh.de

 

Partner der Mahler-Vereinigung

Die Gustav Mahler Vereinigung Hamburg kooperiert eng mit der Hochschule für Musik und Theater in Hamburg, mit dem musikwissenschaftlichen Institut der Universität, der katholischen Akademie, den drei großen Hamburger Orchestern (NDR Elbphilharmonie Orchester, Philharmonisches Staatsorchester und Hamburger Symphoniker), mit der Elbphilharmonie, der Laeiszhalle, der Internationalen Gustav Mahler Gesellschaft (Wien), der Gustav Mahler Stichting Nederland (Amsterdam), der Gustav Mahler Society (New York), den Musikwochen Toblach (Südtirol) und der Médiatèque Musicale Mahler (Paris).

Projekte und Aktivitäten im Rückblick

▪ Am 18. Mai 1988 (77. Todestag Mahlers) wurde noch vor der Gründung unserer Vereinigung das Dammtor-Parkgelände zwischen Dag-Hammarskjöld-Brücke und Esplanade durch den Ersten Bürgermeister Klaus von Dohnanyi in Gustav-Mahler-Park umbenannt. 1989 war die Gustav Mahler Vereinigung am Hamburger Mahler-Fest beteiligt. Nahe der Hamburgischen Staatsoper an den Colonnaden entstand auf Anregung der Gustav Mahler Vereinigung Hamburg der Gustav-Mahler-Platz. Seine Eröffnung wurde Ostern 1991 mit einem Liederabend von Kammersängerin Christa Ludwig und einer Ausstellung über Mahlers Hamburger Jahre (kuratiert von Georg Borchardt) im Parkettfoyer der Staatsoper gefeiert.

▪ Von dem Prager Bildhauer Milan Knobloch erwarb die Gustav Mahler Vereinigung Hamburg drei Mahler-Büsten: eine Bronzebüste für das Parkettfoyer der Staatsoper, eine weitere Büste für das Brahms-Foyer in der Laeiszhalle, eine dritte Büste für das Gustav Mahler Museum im KomponistenQuartier. Knoblochs große Bronzetafel mit Gustav Mahlers Porträt an der Fassade der Staatsoper, gestiftet von der Gustav Mahler Vereinigung Hamburg, ist das erste Mahler-Denkmal im Stadtbild Hamburgs.

▪ Auch die Gustav Mahler Plakette wurde von Milan Knobloch anlässlich des 25jährigen Jubiläums der Gustav Mahler Vereinigung gestaltet. Die Jubiläumsauflage im Bronzeguss (6 cm) wurde durch einen großzügigen Förderer ermöglicht. Interessenten können ein Exemplar erwerben. Bitte schreiben Sie uns eine E-Mail info@gmvhh.de




▪ Am einzigen erhaltenen Wohnsitz Mahlers in Hamburg, am Haus in der Bundesstraße 10, wurde von der Gustav Mahler Vereinigung Hamburg eine Gedenktafel angebracht.
Eine weitere Gedenktafel in der Michaeliskirche, der größten Hamburger Kirche, auch nur der Michel genannt, erinnert daran, dass Mahler sich dort anlässlich der Trauerfeier für den berühmten Dirigenten und Pianisten Hans von Bülow am Vormittag des 29. März 1894 blitzartig zur textlichen Finalgestaltung der Auferstehungssymphonie inspiriert gefühlt hatte.

▪ Der Name Gustav Mahler Rose wurde 2010 (zum 150. Geburtstag Mahlers) durch eine professionelle Züchtung offiziell festgelegt und international publiziert; die Mahler-Enkelin Marina Mahler vollzog die Rosentaufe beim Festakt der Gustav Mahler Vereinigung Hamburg in der Laeiszhalle am 24.10.2010, ein Fotobildband dokumentiert diesen festlichen Akt.




Bereits bei der Gründung der Gustav Mahler Vereinigung Hamburg im Jahr 1988 wurde die rote Rose auf Initiative von Georg Borchardt als Emblem für das Logo der Vereinigung ausgewählt. Es entspricht dem Beginn des Altsolos „O Röschen roth!“ in Mahlers Zweiter, der „Auferstehungssymphonie", die er am 18. Dezember 1894 in Hamburg vollendet hat. Als naturhaftes Zeichen zum Gedenken an den großen Komponisten und zum Dank bekommen die Dirigenten oder auch die Gesangsolisten bei Mahler-Aufführungen vor allem in der Hamburger Laeiszhalle rote Rosen von der Gustav Mahler Vereinigung überreicht. Diese Geste ist seit 1988 eine Tradition im Hamburger Musikleben.