Veranstaltungen und Neues

Beatrice Berrut

Veranstaltungen zur Eröffnung des Gustav Mahler Museums I

Das Jahr 2018 ist in der Geschichte der Gustav Mahler Vereinigung Hamburg ein zweifach besonderes: Sie feiert nicht nur ihr 30jähriges Jubiläum, sondern auch die Eröffnung des Gustav Mahler Museums im KomponistenQuartier. Aus diesem Anlass finden zahlreiche hochkarätige Veranstaltungen statt, zu denen wir Sie herzlich einladen.

Den Anfang macht am

Mittwoch, 13. Juni 2018 | 19.30 Uhr | Lichtwarksaal

ein Klavierabend mit Beatrice Berrut (Schweiz) mit Werken von J. S. Bach, Franz Liszt und Klaviertranskriptionen von Werken Richard Wagners und Gustav Mahlers

Einführungsvortrag: Dr. Alexander Odefey

Eintritt 25€, ermäßigt 18€ (Mitglieder der GMVH, Ehrenamtliche Mitarbeiter und Mitglieder der Komponistengesellschaften).
Vorverkauf: Konzertkasse Gerdes, Rothenbaumchaussee 77, Tel. 040 45 33 26, www.konzertkassegerdes.de, alle bekannten VVK,  und Abendkasse; in Verbindung mit einer Führung durch die neuen Museums-Räumlichkeiten.

Beatrice Berrut
Die Schweizer Pianistin Beatrice Berrut wuchs in einem musikalischen Haushalt auf, umringt von der inspirierenden Kraft der Walliser Berge. Sie studierte am Conservatoire Lausanne, an der Heinrich Neuhaus Stiftung in Zürich sowie an der Hochschule für Musik "Hanns Eisler" und an der Royal Irish Academy of Music. Sie konzertiert in Europa und den USA, trat unter anderem in der Berliner Philharmonie, der Londoner Wigmore Hall und im Palais des Beaux-Arts in Brüssel auf. Beatrice Berrut spielt regelmäßig mit erstklassigen Partnern wie Shlomo Mintz, Itzhak Perlman, Frans Helmerson und Mihaela Martin. 

Peter Ruzicka, Foto: David Ausserhofer

Veranstaltungen zur Eröffnung des Gustav Mahler Museums II

Die feierliche Eröffnung des Gustav Mahler Museums findet am

Freitag, 15.Juni 2018 | 19 Uhr| im KomponistenQuartier
Peterstr. 28, 20355 Hamburg

statt mit einem Festvortrag von Prof. Dr. Peter Ruzicka zu dem Thema „MAHLER – BILD“:

Ruzicka dazu: „Es wird darum gehen, das Mahler-Bild zu skizzieren, wie es sich nach meiner Wahrnehmung in den letzten etwa dreißig Jahren in Interpretation und Rezeption verändert hat.“

Musikalische Umrahmung: Dietrich Henschel (Bariton) und  Fritz Schwinghammer (Klavier). 

Führung durch die Museums-Räumlichkeiten um 17.30 Uhr

Das Programm:

Begrüßung: Prof. Elmar Lampson

Musik - Aus: Acht Gesänge nach Fragmenten von Nietzsche (Peter Ruzicka)

Festvortrag: Prof.Dr.Dr.h.c. Peter Ruzicka

Musik - Aus: Lieder aus des Knaben Wunderhorn.

Tickets: 25€, erm. 18€ (Ehrenamtliche Mitarbeiter, Mitglieder der Komponistengesellschaften), frei: Mitglieder GMVH; vorher: Führung durch die neuen Museums-Räumlichkeiten.
Vorverkauf: Konzertkasse Gerdes, Rothenbaumchaussee 77, Tel. 040 45 33 26, www.konzertkassegerdes.de, alle bekannten VVK,  und Abendkasse

 

 

Der Bariton Dietrich Henschel ist eine Lichtgestalt – körperlich, intellektuell, musikalisch und schauspielerisch. Sein Vermögen als Interpret, womit ich gerade seine Fähigkeit meine, unter die Oberfläche eines Liedes und direkt in dessen Seele vorzudringen, ist außerordentlich. Herald Tribune

Als regelmäßiger Gast auf den großen Opernbühnen, als geschätzter Interpret von Lied und Oratorium und mit seinen multimedialen Vokalmusikprojekten fasziniert der Bariton Dietrich Henschel weltweit das Publikum mit einem Repertoire, das von Monteverdi bis zur Avantgarde reicht. Der gebürtige Berliner, der in Nürnberg aufwuchs und 1990 bei der Münchner Biennale für neue Musik debütierte, wurde nach einer ersten Station als Ensemblemitglied an der Oper Kiel ab 1997 international bekannt: An der Deutschen Oper Berlin sang er die Titelpartie in Henzes Prinz von Homburg, inszeniert von Götz Friedrich, und in Busonis Doktor Faust brillierte er an der Opéra de Lyon und am Théâtre du Châtelet in Paris. Für die Interpretation der Titelpartie in dieser Produktion wurde er mit einem Grammy ausgezeichnet

In Rollen wie Rossinis Figaro, Wolfram in Wagners Tannhäuser, Monteverdis Ulisse und Orfeo, Mozarts Don Giovanni, Beckmesser in Wagners Die Meistersinger von Nürnberg, Alban Bergs Wozzek und Dr. Schön in Lulu, Golaud in Debussys Pelléas et Mélisande und Nick Shadow in Strawinskys The Rake’s Progress war und ist Dietrich Henschel seitdem an den großen Opernhäusern Europas zu Gast, so z.B. in Paris, Berlin, Amsterdam, Florenz, München, Hamburg, Zürich und Brüssel. Zeitgenössische Komponisten wie Péter Eötvös, Detlev Glanert, Manfred Trojahn, Unsuk Chin, Peter Ruzicka und José-Maria Sanchez-Verdu vertrauten ihm Hauptpartien in ihren Opern zur Uraufführung an.

Daneben widmet sich Dietrich Henschel intensiv dem Lied- und Konzertgesang. In Orchesterkonzerten arbeitete er mit großen Dirigenten wie Riccardo Chailly, Kent Nagano, Sylvain Cambreling und Riccardo Muti. Seine Zusammenarbeit mit John Eliot Gardiner, Philippe Herreweghe, Nikolaus Harnoncourt oder Colin Davis ist auf einer Vielzahl von Oratorien-Aufnahmen dokumentiert. Ein besonderes Augenmerk widmet Dietrich Henschel der theatralischen und multimedialen Darstellung von vokaler Musik. Szenische Versionen von Schubert-Liedzyklen wurden unter anderem am Théâtre la Monnaie, Theater an der Wien, Den Norske Opera Oslo und der Komischen Oper Berlin aufgeführt. In dem Filmprojekt IRRSAL - Triptychon einer verbotenen Liebe mit den Mörike-Orchesterliedern Hugo Wolfs kombiniert er Spielfilm und Live-Konzert. Sein jüngstes, ebenfalls mit der Regisseurin Clara Pons entwickeltes Filmprojekt WUNDERHORN zu den Liedern Gustav Mahlers entstand als Koproduktion mehrerer europäischer Partner, darunter De Doelen, La Monnaie und BBC Symphony Orchestra London.

Die laufende Saison begann für Dietrich Henschel mit drei Konzerten beim Jerusalem Chamber Music Festival, wo er mit dem Pianisten Shai Wosner die Rückert-Lieder von Mahler und die Biblischen Lieder von Dvořák aufführte. Im Anschluss brachte er in  Japan mit dem Tokyo Metropolitan Symphony Orchestra und dem Schwedischen Rundfunkchor unter der Leitung von Kazushi Ono Haydns Schöpfung zur Aufführung. Ein weiteres Highlight im Konzertkalender war eine Tournee mit dem Orchestre des Champs-Élysées unter Leitung von Phillippe Herreweghe mit Mörike-Orchesterliedern von Hugo Wolf und Rückert-Liedern von Gustav Mahler. Das Lied von der Erde interpretierte er zur Eröffnung des Oxford Lied Festivals mit dem Orchestra of the Age of Enlightenment. Im diesjährigen Eröffnungskonzert von Wien Modern sang Dietrich Henschel unter Leitung von Cornelius Meister die Partie des Jean Charles in Henzes Floß der Medusa.

Mit der Konzertvereinigung Wiener Singverein reist er im November für Aufführungen von Mozarts Requiem und Johannes Brahms‘ Ein deutsches Requiem nach Asien. Weitere Höhepunkte der Saison sind Schönbergs Ein Überlebender aus Warschau und Beethovens 9. Sinfonie mit dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin unter Vladimir Jurowski, Haydns Schöpfung mit dem Orchestre Philharmonique Royal de Liège unter Christian Arming, ein Dallapiccola-Programm am Théatre La Monnaie, Brüssel, Griegs Peer Gynt mit dem Orchestre National de Lyon unter Leonard Slatkin, Aufführungen des Liedes von der Erde beim Beethovenfest in Warschau und Beethovens 9. Sinfonie mit dem Orchestre de La Monnaie unter Leitung von Chefdirigent Alain Altinoglu.

  

Fritz Schwinghammer (Klavier) wurde in Straubing (Bayern) geboren und studierte in München Klavier, Kammermusik und Lied-Interpretation. Er erhielt Auszeichnungen bei verschiedenen Wettbewerben und war zusammen mit dem Geiger Christian Ostertag Teilnehmer der Bundesauswahl "Konzerte Junger Künstler". Mit Sängern wie Dietrich Henschel, Andrea Brown, Daphne Evangelatos und Rainer Trost, als Solist des Münchner Rundfunkorchesters unter Marcello Viotti und Ulf Schirmer sowie als Klavierpartner bedeutender Instrumentalisten entwickelte sich eine vielfältige Konzerttätigkeit.
Hermann Prey verpflichtete ihn für einige seiner letzten Liederabende; in Meisterkursen arbeitete er mit Sängern wie Dietrich Fischer-Dieskau, Sena Jurinac und Francesco Araiza zusammen.
Seine Konzerttätigkeit führt Fritz Schwinghammer in die meisten europäischen Länder, aber  auch in die USA, nach Kanada und Japan.
Neben dem klassisch-romantischen Repertoire gilt sein Interesse auch der zeitgenössischen Musik; so wirkte er an zahlreichen Uraufführungen mit, u.a. von Michael Gielen und Jean Françaix, der ihm sein letztes Trio widmete.
Unter seinen Einspielungen mit dem Bariton Dietrich Henschel ist besonders hervor zu heben eine von der Deutschen Schallplattenkritik ausgezeichnete CD mit Werken von Mahler, Pizetti, Vaughan-Williams und Duparc (Harmonia Mundi).
An der Musikhochschule in München leitet Prof. Fritz Schwinghammer eine Klasse für Lied-Interpretation.

Gerhild Romberger, Copyright Rosa Frank

Veranstaltungen zur Eröffnung des Gustav Mahler Museums III

Der Reigen der Eröffnungsveranstaltungen schließt am
Sonntag, den 17. Juni 2018 | 11.30 Uhr | Lichtwarksaal

mit einer Lied-Matinée:
Gerhild Romberger
(Alt), begleitet von Alfredo Perl (Klavier), singt Lieder von Mahler, Korngold und Zemlinsky.

Führung durch die Museums-Räumlichkeiten um 13.30 Uhr (nach dem Konzert).

Programm:

Gustav Mahler

- Ich ging mit Lust durch einen grünen Wald (aus: des Knaben Wunderhorn)
- Erinnerung (aus: Lieder und Gesänge, Vol.1)
- Des Antonius von Padua Fischpredigt (aus: des Knaben Wunderhorn)
- Urlicht

Erich Wolfgang Korngold

Lieder des Abschieds op. 14

- Lass, Liebster, wenn ich tot bin (Text von Christina G. Rossetti, deutsch von Alfred Kerr)
- Dies eine kann mein Sehnen nimmer fassen (Text von Edith Ronsperger)
- Mond, so gehst du wieder auf (Text von Ernst Lothar)
- Gefasster Abschied (Text von Ernst Lothar)

Pause

Alexander Zemlinsky 

6 Lieder op. 13 (Maeterlinck)

I. Die drei Schwestern
II. Die Mädchen mit den verbundenen Augen
III. Lied der Jungfrau
IV. Als ihr Geliebter schied
V. Und kehrt er einst heim
VI. Sie kam zum Schloss gegangen

Gustav Mahler
(
Friedrich Rückert)

Kindertotenlieder

I. Nun will die Sonn' so hell aufgeh'n
II. Nun seh' ich wohl, warum so dunkle Flammen
III. Wenn dein Mütterlein
IV. Oft denk' ich, sie sind nur ausgegangen!
V. In diesem Wetter, in diesen Braus.

Tickets: 25 €, erm. 18€ (Mitglieder GMVH, Ehrenamtliche Mitarbeiter, Mitglieder der Komponistengesellschaften); in Verbindung mit einer Führung durch die neuen Museums-Räumlichkeiten.

Vorverkauf: Konzertkasse Gerdes, Rothenbaumchaussee 77, Tel. 040 45 33 26, www.konzertkassegerdes.de, alle bekannten VVK,  und Tageskasse

Gerhild Romberger
Die Altistin Gerhild Romberger schloss ihre Gesangsausbildung an der Hochschule für Musik Detmold bei Professor Heiner Eckels mit dem Konzertexamen ab. Aufbauende Kurse bei Mitsuko Shirai und Hartmut Höll ergänzten ihr Studium. Seit 2003 ist sie selbst als Professorin für Gesang an der Hochschule für Musik Detmold tätig. Ihren künstlerischen Schwerpunkt legt Gerhild Romberger auf den Konzertgesang. Das weitgespannte Repertoire der Sängerin umfasst alle großen Alt- und Mezzo-Partien des Oratorien- und Konzertgesangs vom Barock über die Klassik und Romantik bis hin zur Literatur des 20. Jahrhunderts. Ihre Arbeit mit den Berliner Philharmonikern und Gustavo Dudamel, dem Los Angeles Symphony Orchestra unter Herbert Blomstedt, dem Leipziger Gewandhausorchester und Riccardo Chailly sowie Konzerte mit Manfred Honeck waren wichtige Stationen vergangener Jahre. Außerdem war sie Gast bei den Wiener und Bamberger Symphonikern, an der Mailänder Scala oder dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks. In den Eröffnungstagen der Hamburger Elbphilharmonie sag sie mit dem NDR Elbphilharmonie Orchester unter Thomas Hengelbrock Mahlers 2. Symphonie und unter Ingo Metzmacher und den Wiener Philharmoniker die 1. Symphonie von K.A. Hartmann. 
In der Spielzeit 2017/18 führen sie Engagements u.a. mit Mahlers Lied von der Erde nach Helsinki und Stockholm oder mit Mahlers 8. Symphonie nach Dresden. In Tokio, Madrid, in der Elbphilharmonie in Hamburg und an der Mailänder Scala ist sie mit Mahlers 3. Symphonie zu erleben und auch Konzerte in Wien (Beethoven 9) und Berlin (Paradies und die Peri) dürfen in ihrem Kalender nicht fehlen.

Alfredo Perls
weltweite Konzerttätigkeit führte ihn in die bedeutendsten Konzertsäle, unter anderem Barbican Centre London, Concertgebouw Amsterdam, Rudolfinum Prag, Großer Musikvereinssaal und Konzerthaus Wien, Herkulessaal München, Hamarikyu Asahi Hall Tokio, Teatro Colón Buenos Aires, Sydney Town Hall, Konzerthaus Berlin, Hamburger Musikhalle, Gewandhaus zu Leipzig, Alte Oper Frankfurt. Bei den renommierten Festivals wie dem Bath International Music Festival, den Schwetzinger Festspielen, dem Beethovenfest Bonn, dem Schleswig-Holstein Festival, dem Kissinger Sommer und den Haydn Festspielen in Eisenstadt ist er ein gern gesehener Gast.
Als bemerkenswert vielseitiger Künstler spielte Alfredo Perl mit verschiedenen namhaften Orchestern, darunter London Symphony Orchestra, Royal Philharmonic Orchestra, Hallé Orchestra, Orchestre de la Suisse Romande, Residentieorkest Den Haag, Melbourne und Sydney Symphony Orchestra, Gewandhausorchester Leipzig sowie Mozarteumorchester Salzburg und MDR-Sinfonieorchester Leipzig. Im September 1997 gab er sein Debüt bei den Promenade Concerts in der Royal Albert Hall in London.