Veranstaltungen und Neues

v.l.n.r.: Prof. Sören Perrey (Klavier), Dr. Axel Koppetsch, Dr. Claudia Maria Korsmeier (Alt); Foto: Axel Koppetsch

09.02.2020 | 15 Uhr | „Der Welt abhanden gekommen. Mahlers Lieder und Tode“ | Lichtwarksaal

Wir laden Sie herzlich ein zu der konzertanten Lesung mit musikalischer Umrahmung

„Der Welt abhanden gekommen. Mahlers Lieder und Tode“
am So., den 9. Februar 2020, 15 Uhr
Lichtwarksaal, Neanderstraße 27, 20355 Hamburg,
Eintritt: 12,- Euro - Das Ticket berechtigt zum ganztägigen Besuch der Museen des Komponistenquartiers; Eintritt frei für ehrenamtliche Mitglieder und Mitglieder des Freundeskreises des KQ.
Karten an der Museumskasse.

Der Autor Dr. Axel Koppetsch bringt Auszüge aus seinem Roman zu Gehör, Dr. Claudia Maria Korsmeier (Alt) und Prof. Sören Perrey (Klavier) tragen eine Auswahl berühmter Lieder Mahlers vor, die inhaltlich an die Romanhandlung anknüpfen.

Zur Lesung:
Für Gustav Mahler und seine Musik begeistert sich Otto schon seit Jahrzehnten. Wenn Mahler nur nicht so jung ermordet worden wäre! Otto entwickelt einen Plan, um das Verbrechen nachträglich zu verhindern. Die Ausführung hat jedoch ungewollte Nebenwirkungen ...
Axel Koppetschs Roman „Mahlers Tode“ bietet spannende Unterhaltung und viel Wissenswertes über Mahler, die Elemente aus Sciencefiction, Tagebuch-Roman und Kriminalgeschichte passen in keine gängige Genre – Schublade.

 

Die Mitwirkenden:

Axel Koppetsch studierte Geschichte und Französisch und ist seit 2006 im Landesarchiv Nordrhein-Westfalen in Münster tätig. Seine Beschäftigung mit Leben und Werk Gustav Mahlers hat sich seit etwa zwei Jahrzehnten stetig intensiviert und ist 2010 in den Roman "Mahlers Tode" und unter dem Titel "Meine Zeit wird kommen" in einen Immerwährenden Gustav-Mahler-Kalender eingeflossen.

Claudia Maria Korsmeier studierte Musikwissenschaft, Deutsch und Französisch und ist für ein sprachwissenschaftliches Forschungsprojekt tätig. Außerdem absolvierte sie eine Ausbildung als Kirchenmusikerin und Sängerin. Im In- und Ausland engagiert, hat sie solistisch auch bei Rundfunkübertragungen und CD-Aufnahmen mitgewirkt.

Sören Perrey begann im Alter von fünf Jahren mit Klavierunterricht. Mit zehn Jahren kam die Orgel hinzu. Er absolvierte noch in seiner Schulzeit eine Ausbildung als Kirchenmusiker. Seit seinem Mathematik-Studium und der Berufung zum Professor für Informatik und Mathematik an die Westfälischen Hochschule tritt er immer wieder als Pianist und Organist auf.

 

Prof. Dr. Constantin Floros und Silvely Mac Lean; Foto: Arnd Hoffmann, Hamburg

90. Geburtstag von CONSTANTIN FLOROS

Der Mitbegründer der Gustav Mahler Vereinigung Hamburg (gegründet am 21. April 1988), ihr erster Präsident (1988-2007), ihr aktueller Ehrenpräsident (seit 2007) und wohl der bedeutendste Mahler-Forscher weltweit:

Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Constantin Floros

feierte am 4. Januar 2020 seinen 90. Geburtstag.  Zu seinen Ehren fand eine kleine Feierstunde mit geladenen Gästen aus aller Welt auf Initiative der Mahler Vereinigung Hamburg statt. Staatsrätin Dr. Eva Gümbel überbrachte die Glückwünsche des Hamburger Senats, Festredner war Prof. Dr. Peter Revers (Graz), Internationale Gustav Mahler Gesellschaft Wien. Die Gustav Mahler Vereinigung Hamburg, vertreten durch Prof. Elmar Lampson (Präsident der GMVH und Präsident der Hochschule für Musik und Theater Hamburg), Ingeborg Steifensand (Vizepräsidentin der GMVH) und Dr. Alexander Odefey (Schüler von Constantin Floros und Vorstandsmitglied der GMVH) gratulierten dem Jubilar herzlich mit Dank für den unermüdlichen Einsatz für gemeinsame Ziele.

Die Veranstaltung wurde musikalisch umrahmt mit Wunschliedern von Constantin Floros - Schumann, Brahms, R. Strauss und Mahler, die Künstler waren Susan Zarrabi (Mezzosopran) und Viktor Jugovic (Klavier). Als Überraschungsgast brachte Matthias Kirschnereit, einer der herausragendsten Pianisten Deutschlands,  Floros ein Ständchen dar.

Constantin Floros
geboren in Saloniki, hat in Wien Musikwissenschaft, Kunstgeschichte, Philosophie und Psychologie, ausserdem Komposition und Dirigieren studiert. Von 1967 bis 1995 lehrte er als Professor für Musikwissenschaft an der Universität Hamburg mit Schwerpunkt Musik des Mittelalters und des 18., 19. und 20. Jahrhunderts. Er entzifferte die ältesten byzantinischen und slawischen Notationen, wies den byzantinischen Ursprung der gregorianischen Choralnotation nach und entwickelte eine Methode musiksemantischer Analyse, die er an zahlreichen Werken verschiedener Komponisten exemplifizierte.

Neben seiner Vortragstätigkeit auf internationalen Musiksymposien publizierte er mehr als dreißig Bücher, darunter Monographien über Wolfgang Amadé Mozart, Johannes Brahms (drei Bände), Anton Bruckner, Gustav Mahler (vier Bände), Alban Berg (zwei Bände) und György Ligeti. Zu seinen bedeutendsten Veröffentlichungen gehören die dreibändige „Universale Neumenkunde“ (Kassel 1970), ein dreibändiges Standardwerk über Gustav Mahler (Wiesbaden 1977-1985) sowie unter anderem die Bücher „Musik als Botschaft“ (Wiesbaden 1989), „Der Mensch, die Liebe und die Musik“ (Zürich/Hamburg 2000), „Neue Ohren für neue Musik“ (Mainz 2006) und „Hören und Verstehen. Die Sprache der Musik und ihre Deutung“ (Mainz 2008). Viele seiner Bücher sind in mehrere Sprachen übersetzt worden.

Er ist Mitglied der Akademie der Wissenschaften in Erfurt, der Europäischen Akademie der Wissenschaften und Künste, von 1988 bis 2007 Präsident und ab 2007 Ehrenpräsident der Mahler-Vereinigung Hamburg, Ehrenmitglied mehrerer Institutionen und mehrfacher Ehrendoktor. Im Sommer 2005 wurde ihm das Goldene Doktordiplom der Universität Wien verliehen.  Im März 2010 verlieh ihm die Internationale Gustav Mahler Gesellschaft in Würdigung seiner Verdienste um das Werk Gustav Mahlers die Goldene Gustav-Mahler-Medaille.  

v.l.n.r.: Prof. Dr. Constantin Floros, Staatsrätin Dr. Eva Gümbel, Prof. Elmar Lampson; Foto: Arnd Hoffmann, Hamburg
Prof. Dr. Peter Revers (Wien) gratuliert Prof. Dr. Constantin Floros; Foto: Arnd Hoffmann, Hamburg
Prof. Dr. Constantin Floros (vorne) mit Matthias Kirschnereit, Susan Zarrabi und Viktor Jugovic (v.l.n.r.); Foto: Arnd Hoffmann, Hamburg